Neuer Musikdienst: Rdio nun auch in Deutschland verfügbar

Rdio.com

Die Verhandlungen des Branchenverbands Bitkom mit der GEMA hat auch vielen US-amerikanischen Musikdiensten die Türen geöffnet. Nach rara.com und Deezer hat nun auch der Musik-Streaming-Dienst rdio.com des Sype-Gründers Janus Friis nach Deutschland gefunden. Über 12 Millionen Songs können ähnlich des deutschen Anbieters Simfy online und auf Smartphones und Tablets abgerufen werden.

Wer seine Lieblingsmusik nicht auf YouTube findet und nicht jedes Album gleich kaufen möchte, hatte bislang nur wenig Auswahl. Mit Simfy gibt es aber schon eine Weile einen ernst zu nehmenden Streaming-Dienst, der durch Lizenzverträge mit vielen Labels mehr als 16 Millionen Songs anbietet. Die erste Konkurrenz schwappt nun langsam aus den USA herüber. So auch der noch relativ neue Musikdienst rdio.com, der erst im August 2010 das Licht der Welt erblickte.

Musik genießen im Abo

Rdio verfolgt ein ähnliches Prinzip wie Simfy. Neue Nutzer können den Dienst nach der Anmeldung sieben Tage lang in vollem Umfang testen. Danach müssen sie sich für ein Abo-Modell entscheiden. Für 4,99 Euro monatlich erhält der Anwender Zugriff auf alle Songs direkt über den Browser. Der Adobe Flash Player muss dazu installiert sein. Zusätzlich ist es möglich, sich eine Software für den Mac oder Windows-PC herunterzuladen.

Würdest Du für Musik-Streaming zahlen?

Möchte der Anwender den Streaming-Dienst auch unterwegs nutzen, werden 9,99 Euro pro Monat fällig. Entsprechende Apps stehen sowohl für Apples iPad, iPhone und den iPod touch, also auch für Smartphones mit den mobilen Betriebssystemen Android (ab Version 1.6), Windows Phone 7 und BlackBerry OS (ab Version 4.6) bereit. Es soll außerdem möglich sein, heruntergeladene Titel mit den mobilen Geräten zu synchronisieren und dann ohne bestehende Internetverbindung anzuhören.

Noch nicht alle Alben verfügbar

Neue Alben des Lieblingskünstlers sollen bei Rdio ohne lange Wartezeit verfügbar sein. Im Kurztest zeigte sich jedoch, dass deutsche Interpreten zwar vertreten sind, jedoch häufig keine neuen Alben vorhanden sind. Auch lassen sich viele Alben noch nicht in Deutschland abgespielt werden können. Sie werden dann etwas heller dargestellt und sind weder als Stream noch als Download verfügbar. Auch deutsche Interpreten sind davon nicht ausgenommen.

Ganz wie bei Simfy kann der Anwender auch bei Rdio eigene Playlisten erstellen und sie mit anderen Nutzern teilen. Ähnlich des Twitter-Prinzips ist es außerdem möglich, anderen Nutzern zu folgen und sich die gespielte Musik sowie Statusmeldungen anzusehen. Wer die Musikverwaltung iTunes nutzt, kann außerdem alle dort vorhandenen Titel mit dem Desktop-Programm abgleichen.

Würdest Du für einen Musik-Streaming-Dienst zahlen? Oder möchtest Du Deine Lieblingssongs lieber online kaufen oder als CD in den Händen halten? Mach doch einfach bei unserer kleinen Umfrage mit!

Autor: Mirko Schubert

Mirko ist Gründer, Chefredakteur und kreativer Kopf von Musiker Knowhow. Als Diplom-Musikpädagoge (FH), Komponist und Journalist liebt er es, musikalisches Wissen an andere weiter zu geben. Er unterrichtete bereits über 10 Jahre an verschiedenen Musikschulen die Fächer Klavier, Keyboard, Gesang und Songwriting.

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