Kaufberatung: Das richtige Saxofon für Einsteiger

Wer Saxofon lernen möchte, braucht zu aller erst einmal ein passendes Instrument. Damit es jedoch keine Fehlinvestition wird und Du viel Spaß und Freude beim Lernen empfindest, solltest Du beim Kauf Deines neuen Holzblasinstruments einige Regeln beachten.

Bei der Wahl des geeigneten Saxofons solltest Du Dir zu aller erst im klaren darüber sein, auf welchem Instrumententypus Du beginnen möchtest. Denn die Saxofone unterteilen sich je nach Tonlage vorwiegend in Sopran-, Alt-, Tenor-, Bariton- und Bass-Instrumente – fast wie beim Gesang.

Der richtige Ton macht die Musik

Für Einsteiger empfehlen sich dabei vor allen Dingen Alt- und Tenor-Saxofone. Das etwas höher und weicher klingende Alt-Saxofon kann je nach Zahnentwicklung und Körpergröße schon von etwa 9-jährigen Schülern benutzt werden. Das Tenor-Saxofon ist hingegen nicht nur etwas schwerer zu spielen, sondern bringt auch etwas mehr auf die Waage. Daher sollten Kinder es erst mit 12 bis 14 Jahren damit beginnen.

Als Jugendlicher oder Erwachsener hast Du hingegen freie Wahl und solltest Dir die Tonlage insbesondere durch Ausprobieren auswählen. Entscheiden solltest Du Dich nach dem präferierten Klang und der Handhabung des Instruments. Für den Test empfiehlt es sich auch, erst einmal auf ein Leihinstrument oder den Mietkauf eines Saxofons zurück zu greifen.

Günstig ist nicht immer günstig

Beim Kauf eines Saxofons sollte nicht immer der Preis entscheidend sein. Bei besonders günstigen Instrumenten fehlt es häufig an der Verarbeitung und so lässt die Spielfreude schnell nach – oder kommt gar nicht erst auf.

Ein hochwertigeres Instrument hingegen bietet auch dem Einsteiger einen guten Komfort. Bei der Herausbildung eines guten Gehörs unterstützt Dich das Saxofon, indem es den Ton so hervor bringt, wie Du ihn spielst und nicht “verwäscht”. Und auch bei der Klangbildung wird ein professionelles Gerät Dir schneller Freude bereiten.

Gute Einsteiger-Saxofone bieten beispielsweise die Hersteller Yamaha, Jupiter oder Convair. Sie liegen bei einem Preis zwischen 500 und 1.500 Euro. Manche Firmen bieten auch explizit Anfänger-Modelle an, wie etwa Jupiter mit dem JP-567 GL-F Student*. Eine Beratung beim Fachhändler oder zusammen mit dem Lehrer ist in diesem Fall aber unerlässlich.

Liegt ein professionelles Saxofon nicht in Deinem Budget, könnte auch ein gebrauchtes Instrument in Frage kommen. Sie liegen bei guter Verarbeitung noch immer in einem vernüftigen preislichen Rahmen. Sowohl generalüberholte Gebraucht-Instrumente als auch Neuware bietet beispielsweise der Online-Musikalienhandel Musik Amrein* aus Lübeck, der schon seit jeher seinen Fokus auf Blasinstrumente legt.

Gebraucht geht auch

Insbesondere bei Gebraucht-Modellen solltest Du das potentielle Saxofon gut durchtesten. In erster Linie sollte die Mechanik gut verarbeitet sein, sich leicht bewegen und nicht klappern. Die Klappenpolster sollten decken, Säulchen und/ oder Ribs sollten sich nicht lösen. Das Mundstück sollte eng am S-Bogen anschließen und nicht wackeln. Der S-Bogen selbst sollte nicht verformt und leicht zu montieren sein.

Klanglich ist das Material des Korpus sowie die Oberflächenverarbeitung (Finish) entscheidend. Sehr häufig besteht der Korpus aus Messing, heller klingt er mit Silber, wärmer mit Bronze oder Kupfer. Von Plastik-Saxofonen sollten Einsteiger eher die Finger lassen. Beim Finish ist zu Gold, Silber oder Nickel zu raten.

Obligatorisches Zubehör

Neben dem eigentlichen Instrument gibt es zahlreiches Zubehör, welches teilweise obligatorisch ist. Am wichtigsten sind geeignete Blätter, mit denen Du den Ton überhaupt erzeugen kannst. Sie kommen in unterschiedlichen Härtegraden. Für den Anfang sollte das Blatt nicht zu hart sein, da Du sonst keinen Ton heraus bekommen würdest.

Ebenfalls wichtig ist ein guter Haltegurt für Dein Saxofon. Bissplatten und Daumenschoner helfen Dir beim stressfreien Üben. Damit Dein Instrument immer sauber ist, solltest Du außerdem entsprechende Politur und Reinigungswerkzeuge kaufen. Sofern nicht bereits mit dem Saxofon ausgeliefert, solltest Du über einen Koffer, gegebenenfalls mit Schulterriemen, nachdenken.

Bei Verschleiß lässt sich das Mundstück austauschen. Später könnte auch ein Saxofonständer von Interesse sein. Zum Üben empfehlen sich außerdem Notenständer, Metronom und eventuell ein Stimmgerät.

Übung macht den Meister

Damit Du keine groben Fehler beim Erlernen Deines Instruments machst, solltest Du Dir außerdem einen geeigneten Lehrer in einer Musikschule oder für den Privatunterricht suchen. Wie bei jedem Instrument gibt es auch beim Saxofon eine Menge zu beachten.

Eine Besonderheit vieler Holz- und Blechbläser ist ihre Stimmung. So sind Saxofone typischerweise in Eb oder Bb gestimmt. Das heißt, dass Du bei einem Alt-Saxofon ein C spielst, aber ein Eb erklingt. Beim Tenor-Saxofon hingegen ertönt beim selben Ton ein Bb.

Ein Lehrer zeigt Dir aber Möglichkeiten, wie Du ohne Kopfschmerzen und Rechnerei trotzdem einwandfrei mit Deinem neuen Instrument klar kommst. Schließlich soll Dir die Musik ja Spaß und Freude bereiten!

Autor: Mirko Schubert

Mirko ist der einstige Gründer von Musiker Knowhow. Als Diplom-Musikpädagoge (FH), Komponist und Journalist liebt er es, musikalisches Wissen an andere weiter zu geben. Er unterrichtete bereits über 10 Jahre an verschiedenen Musikschulen die Fächer Klavier, Keyboard, Gesang und Songwriting.

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