Wird Apple mit Beats Music zum Mega-Musiklabel?

Apple_Beats-Music

Wird Apple bald noch größer und greift noch stärker in den Musikmarkt ein? Erwartet uns durch den neuen Streamingdienst BeatsMusic bald das ein Mega-Musiklabel namens Apple? Der US-Konzern besitzt bereits exklusive digitale Vertriebsrechte für die Alben der Beatles und auch Taylor Swift will nun exklusiv bei iTunes (Beats Music) ihr neues Album streamen. Warum sollten Künstler in Zukunft also nicht gleich die Zwischenstufe der Plattenfirmen überspringen und sich direkt über Apple an den “Eigenvertrieb” wagen? Ich versuche hier mal einen kleinen Ausblick in die nahe Zukunft zu geben.

Derzeit machen Gerüchte die Runde, dass Apple sein Streaming-Portal Beats Music für den Kampfpreis von 7,99 US-Dollar pro Monat auf allen Macs, iPads und iPhones vorinstallieren möchte. Auch eine Version für Android-Betriebssysteme soll geplant sein, wie der stets gut informierte Mark Gurman von 9To5Mac jetzt verriet.

Erwartet uns also mit dem Konglomerat Beats Music / iTunes schon bald ein neues Riesenlabel? Ganz so fix scheint es dann doch nicht zu gehen – weil es beim Ex-Baby von Steve Jobs doch intern ein paar Konflikte zu geben scheint, dürfte die Integration von Beats Music ins Apple-Universum wohl noch bis Mitte des Jahres dauern. An anderen Stellen munkelt man aber, dass bereits mit iOS 8.4 BeatsMusic ausgerollt wird. Lange wird Apple seinen Streaming Dienst nicht mehr zurückhalten, da man bislang schon zu viel in dieses Projekt investiert und mit Nine-Inch-Nails-Mastermind Trent Reznor auch einen dicken Fisch mit an dem Projekt beteiligt hat.

Die Luft wird dünner am Streaming-Markt

Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Für die Kunden heißt das sicher günstigere Preise fürs Streamen, aber was bedeutet dieser Vorstoß für die Konkurrenz à la Spotify, Deezer, Google Play und Simfy? Die dürften erst einmal den Vorteil eines großen Zeitvorsprungs haben. Manche konnten sich nun schon seit sechs Jahren einen festen Kundenstamm aufbauen, der auch immer noch weiter anwächst. Das aber das Streaming-Geschäft mittlerweile einen ordentlichen Batzen Geld verspricht, von dem Apple natürlich auch ein Stück haben will, verdeutlichen diese Zahlen: Während der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vor ein paar Wochen gab Marktführer Spotify bekannt, dass 15 Millionen Musikfans monatlich im Bezahlmodell und 45 Millionen in der werbefinanzierten Kostenlos-Version die Angebote des Unternehmens nutzen.

Fallen bald die Preise?

Alle Streamingdienste haben bislang die magische 9,99 Euro-Grenze pro Monat nicht unterschritten. Da aber Apple über viel mehr Kapital verfügt und auch noch jährlich Milliarden-Gewinne macht, könnte die Mauer dank Querfinanzierung im eigenen Konzern eben bald auf 7,99 $ purzeln, was natürlich wiederum die Konkurrenz unter Zugzwang bringen dürfte. Und schaut man sich mal die Nutzerzahlen von iTunes an, dürfte klar sein, dass diese von Spotify und Co. im Vergleich dann leider doch ziemlich mickrig sind. Apple hat angeblich Zugang zu über 800 Millionen Kunden bzw. deren Kreditkarten und die auf iTunes vertriebene Musik kann in fast 150 Ländern genutzt werden. Spotify hingegen kann nur in 58 Ländern dieser Erde die User erfreuen. Und sollte iTunes mit Beats Music in iPhones und iPads vorinstalliert werden, so könnte der bisherige Marktführer massiv an Kunden verlieren, die dann zum Apple-Dienst wechseln könnten. Weltweit sind gerade eine Milliarde Devices mit iOS im Umlauf. Das zeigt, dass sich hier ein riesiges Potential verbirgt, das sich Apple ganz sicher nicht entgehen lassen wird.

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