Snare Rudiments Teil 1: Single Stroke Roll

Rudiments Titelbild

Das Schlagzeug ist wohl möglich das universellste und zugleich am meisten obskure Instrument im Band-Kontext, kann es doch bei so unterschiedlichen Stilistiken von Big-Band über Indie-Pop bis hin zum Death Metal genutzt werden und dabei interessanterweise trotz der großen Unterschiede im klanglichen Ergebnis auf sehr ähnliche Rhythmen zurückgreifen. Das Geheimnis liegt hier in den Rudiments, die den Grundstein des Schlagzeugspiels und vor allem des Spiels auf der Snare bilden. Ich will Dir nun in mehreren Teilen die Atome des Drummings näher bringen, sodass Du in der Lage bist, diese im Selbststudium praktisch nutzen und üben zu können.

Was sind Rudiments?

Wie bereits eingangs erwähnt, sind die Rudiments kleine „Pattern“ (kleine, oft wiederholte rhythmische Motive), welche die Grundlage für komplexere und umfangreichere Pattern bilden und vor allem auf der Snare das Fundament des Erlernen eines umfassenden Drummings ermöglichen. Man könnte also auch von den kleinsten gemeinsamen Nennern sprechen, wenn wir die Rudiments im Kontext des Schlagzeugspiels betrachten.

Dabei ist vor allem die lange Historie der Rudiments beachtlich, denn bereits im 17. Jahrhundert wurde in der Schweiz das erste Rudiment schriftlich festgehalten. Kaum verwunderlich, denn die Schweiz und später auch Frankreich zur Napoleonischen Zeit waren bekannt für ihre hoch ausgebildeten Schlagzeugerkorps, die mit der kleinen Trommel (seltener mit der Pauke) die Armeen begleiteten und festgelegte Rhythmen zu spielen hatten. Bis heute haben vor allem in der Schweiz Schlagzeugkorps einen hohen Stellenwert und demonstrieren oft auf beeindruckende Weise, was mit einfachen Rudiments und komplexen Choreografien alles möglich ist…

Heutzutage werden 40 verschiedene Rudiments von der Percussive Arts Society gelistet, welche die elementarsten Figuren bis hin zu sehr komplexen und schwierigen Pattern umfassen.

Dabei werden 7 unterschiedliche Bestandteile genannt:

  1. Single Stroke: ein einfacher Anschlag, der eine einfache perkussive Note erzeugt
  2. Double Stroke: zwei einfache Anschläge der gleichen Hand hintereinander
  3. Diddle: ein Double Stroke im Tempo des Stückes
  4. Paradiddle: besteht aus zwei Single Strokes und einem folgenden Double Stroke
  5. Drag: ein Double Stroke im doppelten Tempo des Stückes
  6. Flam: zwei Single Strokes mit beiden Händen. Der vorgezogene Anschlag ist leiser als der Hauptanschlag.
  7. Roll: erzeugen durch einen konstanten Anschlagsfluss einen steten Sound.

Einige vielleicht etwas unverständlichere Termini werden sich im Laufe unserer kleinen Serie für Dich näher erschließen. Wichtig dabei ist, dass Du zuallererst die Rudiments auf der Snare übst. Sobald du eine Form beherrschst, kannst Du das spezielle Pattern auf das ganze Kit übertragen. Dabei ist es egal, ob Du die Form auf einen Bestandteil wie zum Beispiel der Floor Tom spielst oder diese über das ganze Kit verteilst. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

In diesem Teil will ich Dir bereits ein Rudiment näher bringen: die Single Stroke Roll.

Single Stroke Roll

Rudiments Single Stroke RollDas erste Pattern: die Single Stroke Roll

Dieses Rudiment ist das erste und simpelste Pattern. Es besteht aus immer gleichen Single Strokes. Doch auch hier steckt die Schwierigkeit im Detail: immer gleichmäßige Anschläge zu erzielen hört sich erst einmal leicht an, doch nach einiger Zeit macht sich die Ausdauer bemerkbar. Für eine bessere Präzision empfehle ich dir daher immer, die Rudiments zu erst mit einem Metronom zu üben. Steigere dich von einem langsamen zu einem immer schnelleren Tempo und versuche schließlich, das Pattern fließend im Spiel immer schneller werden zu lassen, ohne das dabei große Geschwindigkeitssprünge bemerkbar sind.

Übe nun zunächst die Single Stroke Roll und achte dabei immer auf Genauigkeit. Im folgenden Teil werden wir auf weitere Single Stroke Rudiments ein Auge werfen, die dein Schlagzeugspiel bereichern könnnen.

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Bild: © Rick Cogley / flickr

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