Snare Rudiments Teil 5: Flam with Flam and Flam

Rudiments Titelbild

Hatten wir uns im letzten Teil der Serie mit den Paradiddles beschäftigt, tauchen wir nun in unsere vorletzte Welt der Rudiments ein: den Flams. Diese stellen eine Weiterführung der vorigen Rudiments Unterarten dar. Das bedeutet auch, dass alle vorigen besprochenen Elemente hier ihre logische Fortsetzung haben werden. Solltest Du also einen Teil verpasst haben, schau ihn Dir zuerst an und kehre dann hier her zurück.

Flam

Rudiments FlamDer Flam: Achte auf die unterschiedliche Akzentuierung

Ein Flam ist im Grunde genommen ein einzelner betonter Single Stroke, welchem eine leicht angetippte Vorhaltsnote zuvor kommt. Daher rührt auch – ebenso wie bei vielen anderen Rudiments – der Name vom Sound des Patterns her: fl-ämm.

Für diesen ersten basischen Flam solltest Du zu Beginn darauf achten, dass die Vorhaltsnote tatsächlich nur leicht getappt ist und die Hauptnote das Lautstärkepanorama dominiert. Hole daher für diese richtig aus, damit ein klarer Akzent entsteht. Solltest du beide Hände gleich akzentuieren, spielst du das Pattern nicht richtig und landest bei einem Double Stop, welcher häufig auf einem Kit am Ende eines Stückes auf der Snare gespielt wird. Gute Stickkontrolle ist also hier wieder entscheidend, auch um dieses Rudiment auf beiden Händen gleichmäßig spielen zu können.

Flam Tap

Rudiments Flam TapDer Flam Tap: Beachte hier die zeitversetzte Symmetrie der Hände und Anschläge.

Eine Erweiterung des Flam ist der Flam Tap. Im Grund genommen ergänzt Du hier den Flam um einen unbetonten Single Stroke der gleichen Hand. Wichtig dabei zu wissen: der Flam Tap gehört zu den symmetrischen Rudiments. Das heißt, dass Du zwar mit beiden Händen das gleiche Pattern spielst, jedoch versetzt. Die logische Schlussfolgerung: achte beim langsamen Üben vor allem auf ein Lautstärkelevel der Akzente, sodass keine Hand leiser als die andere erscheint. Nur durch konstante Anschläge bekommst du ein flüssiges und sauberes Rudiment auf die Snare gezaubert.

Flamacue

Rudiments FlamacueDer Flamacue: das Wichtigste ist die Betonung des zweiten Strokes

Der Flamacue gilt unter Drummern als Exot der Rudiments, ist er doch das einzige Pattern, welches in Amerika und nicht auf dem Alten Kontinent entstand. Zusätzlich zu seinem Sonderstatus ist es auch das einzige Pattern von allen 40 großen Rudiments, welches den Akzent von der schweren ersten Zählzeit auf den zweiten Stroke verlegt.

Dadurch ensteht ein besonders interessantes Muster, welches aus den üblichen statischen Formen ausbricht, jedoch dadurch auch ein schwieriges Rudiment darstellt, welches langsam geübt werden will. Vor allem der Akzent auf die zweite Note ist hier von elementarer Bedeutung.

Pataflafla

Rudiments PataflaflaDer Pataflafla: zwei Flams hintereinander während die Hände wechseln

Der Pataflafla ist eines der am häufigsten gehörten und verwendeten Rudiments der Percussion-Welt. Dabei sieht er zwar vielleicht auf den ersten Blick in die Noten kompliziert aus, verfolgt aber auch wieder den Weg der Symmetrie. Im Grunde genommen musst Du dir vorstellen, dass du immer zwei betonte Flams spielst und darauffolgend zwei unbetonte Single Strokes. Du musst für den korrekten Start des Patterns lediglich mit einem “zweiten” Flam starten. Auch hier wieder der Hinweis, dass eine genaue Unterscheidung zwischen betonten und unbetonten Anschlänge der Weg zum Ziel sind.

Solltest du an diesen Pattern gefallen gefunden haben gibt es noch einige andere spannende Flam Rudiments wie die Swiss Army Triplet, den Flam Paradiddle oder der Flam Drag. Letzterer kann als Überleitung zu unserem nächsten und letzten Teil dienen: des Drag Rudiments.

Bild: © Rick Cogley / flickr

Drums , , , , ,

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.