Snare Rudiments Teil 6: Dragiddy Drag Drag

Rudiments Titelbild

Im letzten Teil unserer Serie über Drum Rudiments wollen wir uns mit einigen Drags befassen. Zwar sind diese Pattern im Vergleich zu den Rolls aus dem ersten Teil fortgeschrittener und wirken auf den ersten Blick recht komplex, jedoch liegt auch diesen Rhythmen ein natürlicher Spielfluss inne, welcher nur erlernt werden will. Darüber hinaus sind einige der heute vorgestellten Rudiments häufig in jedweder Musik anzutreffen und daher sehr nützlich beim Erweitern Deines Pattern-Wortschatzes. Bevor wir uns jedoch an die wirklich vielschichtigen Rudiments wagen, sehen wir uns doch erstmal an was ein Drag eigentlich ist.

Der Drag

Rudiments DragDer Drag: unser Grundstein für die letzten Rudiments. Achte besonders auf die Differenzierung der Akzente.

Der Drag oder gelegentlich auch Ruff ist der grundlegendende Baustein für die weiteren Rudiments. Dieser verbindet einen leicht gespielten Diddle der einen Hand mit einem akzentuierten Single Stroke der anderen Hand. Es ergibt sich daraus im Notenbild ein Rhythmusgebilde aus Viertelnoten, welche grundlegend von zwei schnellen 32stel-Noten als Vorschlag begleitet werden. Anfangs ist es hier wichtig, dass das Pattern langsam geübt wird und die Sticks durchaus etwas über die übliche Spielbewegung hinaus bewegt werden um die deutlichen Akzente der Hauptnote hervorzuheben. Versuche dabei den Diddle der anderen Hand zuvor als “Würze” zu betrachten, welche dem Hauptschlag etwas an Eleganz verleiht. Wenn du dieses Pattern ausprobierst wirst du merken, was ich damit meine. :)

Single Drag Tap

Rudiments Single Drag TapDer Single Drag Tap: probiere beide Varianten aus und experimentiere mit der Position der Vorschlagsnoten.

Nun erweitern wir den einfachen Drag um einen Tap. Das heißt, dass Du nun an dem hauptanschlag des Drag einen weiteren akzentuierten Single Stroke mit der anderen Hand hinzufügst. Im oberen Notenbild sind zwei Varianten des Single Drag Tap abgebildet: einmal in einer Zweier- und in einer Dreier-Variante. In der ersten Variante musst du immer 1 und 2 und 3 und 4 und zählen und dein Pattern darauf verteilen. In der Dreier-Variante zählst du 1 2 3, 1 2 3, 1 2 3. Wie du dem Notenbild vielleicht an dieser Stelle entnommen hast, fängt in dieser Variante das Pattern mit dem ersten akzentuierten Single Stroke an, d.h. Du spielst schon hier etwas außerhalb der Form. Dadurch hängen sich nun die Vorschlagsnoten auf die 2 der Rhythmusgruppe. Beide Varianten sind gute Übmöglichkeite, dieses Rudiment zu erlernen. Solltest Du Gefallen an diesem Pattern finden, so kannst Du dich an dem komplexeren Double Drag Tap probieren, der jedoch heute hier nicht behandelt wird.

Lesson 25

Rudiment Lesson 25Lesson 25: auch gern als Spielwiese zum Experimentieren mit Rhythmen angesehen. Nutze das.

Seltsamer Name, oft gehörtes Rudiment. Der Titel dieses Pattern rührt aus aus der Feder von Gardiner Strube von 1869, in welchem diese Übung Nummer 25 seines Drummer-Buches war. Grundlegend recht eingängig und auch schnell zu erlernen, ist die Lesson 25 als Ausgangspunkt eines Experimentierfeldes mit Verzierungen einzelner Schläge. Bisher hast Du bereits mit dem Vorschlagsnoten bereits eine Art der Verzierung erlernt. Versuche dich an diesem Rudiment an verschiedenen Kombinationen und Positionen der Akzente und der Verzierungen.

Single Dragadiddle

Rudiment Single DragadiddleSingle Dragadiddle: kleiner Exot mit wenig Aufwand aber großer Wirkung.

Ein weiteres obskures Rudiment ist der Single Dragadiddle. Warum? Hier findest Du das einzige Pattern, welches einen Akzent auf eine 64stel-Diddle-Note legt. Klingt kompliziert? Ist es aber nicht unbedingt… Du musst lediglich den Akzent auf dem Diddle üben, der Rest dürfte mittlerweile bereits funktionieren. Hast Du diese grundlegende Form gemeistert, übe weitere Formen indem du weitere Diddle auf die anderen Noten legst.

Ratamacues

Rudiments Single RatamacueSingle Ratamacue: rrrrratamacuuueee

Rudiments Double RatamacueDouble Ratamacue: rrrrr rrrrratamacuuueee

Rudiments Triple RatamacueTriple Ratamacue: rrrrr rrrrr rrrrratamacuuueee

Zum Abschluss die Rudiments, die Dir wahrschienlich am meisten Spaß machen werden. Der Single, Double und Triple Ratamacue ähnlich sich alle drei in ihrer Struktur sehr. Selbstverständlich bauen alle auf den Single Ratamacue auf. Dieser hat einen Drag bzw. Ruff auf der ersten Note einer Triole und einen Akzent auf einen angehangenen Tap. Spielst Du dieses Rudiemnt korrekt, klingt es wie sein Name: rrrrratamacuuueee.

Double und Triple Ratamacue hängen lediglich ein bzw. zwei Drags voran. Kombinierst Du diese drei Rudiments miteinander und implementierst diese in Dein Spiel, wird Dein Drumming ungemein an Farbe gewinnen.

Der Abschluss

Hast Du alle Teile meiner Snare-Rudiments-Serie durchgearbeitet wirst Du einen Menge Pattern dazugelernt haben und kannst mit diesen experimenteren. Wir haben einen Großteil der 40 Rudiments behandelt. Jetzt liegt es an Dir die restlichen Pattern auch zu meistern. Vergiss dabei nie zuerst langsam zu üben. Je langsamer, konzentrieter und kleiner die die Einheiten übst, umso schneller wirst du diese perfekt beherrschen können.

Also…viel Spaß bei den restlichen Rudiments und DRUM ON!!!

Bild: © Rick Cogley / flickr

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