Ein Cajón zum selber bauen

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Schlaginstrumente gibt es viele. Jedes ist für sich einzigartig, so auch der Cajón. Wer einen solchen zum ersten Mal zu Gesicht bekommt, der wird ihn wohl kaum von einer einfachen Holzkiste unterscheiden können, zumindest aus einer gewissen Entfernung betrachtet. Da ist es nicht verwunderlich, dass man ihm diesen Namen gab. Cajón bedeutet im Spanischen nämlich soviel wie „Schublade“ oder „Bettkasten“. Das Schlaginstrument selbst ist peruanischen Ursprungs und die Unterschiede zu einer normalen Holzkiste liegen im Detail. Das interessante am Cajón ist, dass man ihn selber bauen kann.

Der Aufbau
Beim Cajón (ka’xɔn, spanisch; man spricht es “Kachon” aus) besteht die Schlafgfläche, anders als bei einer herkömmlichen Trommel, nicht aus Fell sondern aus einer Holzplatte. Dennoch spricht man auch hier von einem Snare-Teppich. Dieser wird mit der flachen Hand geschlagen oder mitunter auch mit einem Jazz-Besen. Man kann die Stärke des Anschlags variieren und so unterschiedliche Tonlagen erzeugen. Mit einer „einfachen“ Kiste simuliert man sozusagen sowohl snare- als auch bassdrum-artige Geräusche. Weiter in der Mitte der Schlagfläche ergeben sich tiefere, bassigere Töne. Am Rand hingegen wird es heller. Wer ein wenig kreativ ist und ein gutes Gefühl für Rhythmus besitzt, der kann sehr eingängige Grooves mit dem Cajón erzeugen. Ein zusätzlicher Hocker ist nicht nötig um den Cajón zu spielen. Man setzt sich einfach drauf, beugt sich nach vorn und lässt sich von seinem eigenen Rhythmus treiben. Wie bei jedem anderen Instrument, macht auch beim Cajón die Übung den Meister.

Auch der Korpus ist in der Regel hölzern, wobei sich aber mittlerweile auch Cajóns aus anderen Materialien wie Kunststoff finden. Für einen snare-ähnlichen Sound findet sich im Inneren der meisten Modelle ein Snare-Teppich und Metallspiral-Bündel. Verstärkt wird der Sound durch ein Resonanzloch auf der Rückseite.

Ein Cajón selber bauen
Wer ein Instrument richtig kennenlernen will, der muss seine einzelnen Bestandteile betrachten. Bei einem Cajón empfiehlt es sich zum Beispiel, es einfach mal selbst zu bauen. Zu diesem Zwecke kann man u.a. einen Bausatz von cajon-bausatz.de verwenden. Dabei liegen die Vorteile auf der Hand: zum Einen ist ein Bausatz, den es ab rund 60 € gibt, billiger als ein neues Cajón aus dem Laden oder Internet, wo man ab rund 100 € dabei ist (Einstiegsmodelle) und für die höherklassigen Cajóns schon über 300 € hinlegen muss. Zum Anderen lernt man das Instrument von Grund auf kennen. Man bekommt dadurch ein Gefühl dafür, wo der Sound im Einzelnen herkommt. Ein Nachteil ist vielleicht, dass man bei einem fertigen Cajón ein Instrument erhält, dass von Profis konstruiert und auf das gewünschte Klangerlebnis präzise abgestimmt ist.

Ein guter Bausatz, so zum Beispiel der Sela CaSela Snare Cajon Bausatz Satin Nuss, besteht jedoch auch aus Teilen, die passgenau auf einander abgestimmt sind. Die Montage erfordert etwas Geschick, ist aber sicher nicht allzu kompliziert und hochwertige Materialien und Lackierungen führen auch hier zu einem harmonischen Klang. Als Arbeitsfläche reicht im Grunde ein mittelgroßer Tisch. Um den Lack an den Hölzern zu schonen, sollte man die Arbeitsfläche mit einem weichen Tuch auslegen. Als Werkzeug ist nur ein gewöhnlicher Akkuschrauber vonnöten. Besondere Vorsicht ist mit dem Snare-Teppich geboten, den man wegen der empfindlichen Drähte in der Mitte nur an den Seiten anfassen sollte. Befolgt man nun die beigefügte Aufbauanleitung, so ist man schnell in Besitz seines eigenen Cajóns.

Bild © yoppy/Flickr.com

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2 Kommentare

  1. Sehr toller Artikel. Ich habe vor kurzem auch einen Cajon Bausatz geschenkt bekommen und der Aufbau hat sehr viel Spaß gemacht. Der Sound kommt zwar nicht ganz an meine fertige Schlagwerk Cajon ran aber für zwischen durch macht es auf alle Fälle sehr viel Spaß.

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