Instagram für Musiker – Mit den richtigen Bildern in die Erfolgsspur

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Das Marketing ist für Musiker mindestens genauso wichtig wie die Musik und die Show auf der Bühne. Auch wenn es sich bei Instagram vorrangig um ein soziales Netzwerk handelt, dass Bilder und Videos zusammen mit kleinen Messages verbreitet, so ist diese Social Media Plattform auch ein wichtiges Marketing-Tool für Musiker, die in die Erfolgsspur wollen. Worum es auf Instagram geht, warum man sich unbedingt einen Account anlegen sollte und wie man damit die Fans erreicht, das erklären wir in diesem Blog-Post.

400 Millionen User sind weltweit regelmäßig auf Instagram unterwegs und dieses Potential sollte man sich als Musiker natürlich nicht entgehen lassen. Zwar ist das noch lange nicht so viel wie bei Facebook, was wohl auch in Zukunft der Touchpoint Nummer 1 bleiben wird, aber dennoch geht hier für Bands und Musiker Einiges in Sachen Onlinemarketing. Bilder teilen und auch Videos in Sekundenbruchteilen zu den Fans bringen und sie so ein Stück weit am Bandleben teilhaben lassen.

Welche Vorteile bietet die Imaging-Plattform und für wen ist sie gemacht?

Jeder Musiker, egal ob auf Tour in der großen weiten Welt oder im heimischen Proberaum, hat ständig sein Smartphone samt Kamera im Anschlag. Also heißt es, coole Fotos von sich und der Band zu machen. Aber man sollte es natürlich, wie auf allen anderen Social Media-Plattformen auch hier tunlichst vermeiden, die User mit Postings und Selfies zu bombardieren. Qualität vor Quantität. Die Fans haben auf dieser Plattform die Möglichkeit, die Bilder zu kommentieren und zu „herzen“. Anstatt eines Likes gibt es bei Instagram eben ein Herz. Das Coole bei dieser App, die es natürlich sowohl für iOS als auch für Android gibt, sind die unzähligen Bild-Filter und Foto-Effekte (z.B. „Earlybird“, „X-Pro II“, „Valencia“ oder „Lord Kelvin“), mit denen man die Fotos verschönern kann. Anfangs war das Bildformat ausschließlich quadratisch, aber mittlerweile ist man davon abgekommen und lässt auch andere Formate zu. Wenn jeder in der Band einen eigenen Account hat, kann man sich natürlich auch gegenseitig vertaggen. Auch eine Video-Unterstützung, mit der man kleine Filmchen der neuesten Testpressung auf dem Plattenteller oder eine Vorschau auf einen neuen Song posten kann, gibt es. Allerdings ist die Länge eines Videos auf nur 15 Sekunden beschränkt. Und auch bei Instagram gilt für den Beschreibungstext: Man sollte nicht zu viel schreiben und sich auf das Wesentliche beschränken, denn die User scrollen nicht gerne ewig in einem Post herum. Auch die Anzahl der Hashtags pro User ist auf 30 pro Foto begrenzt. Also auch hier die Möglichkeiten sparsam einsetzen. Ist man auf der Suche nach einem kreativen und gleichzeitig relevanten Hashtag, kann beispielsweise Iconosquare die entscheidenden Hinweise liefern.

Album of the year… @soakofficial

Ein von U2 Official (@u2) gepostetes Foto am

Instagram rückt die Stars näher an die Fans

Ganz wichtig für einen Post auf Instagram: Man sollte eine kurze, kreative Geschichte erzählen. Leute, die gerne mal beim Frisör oder beim Arzt in der Zeitschrift „Gala“ blättern und sich den neuesten Klatsch und Tratsch über Lady Gaga und Heidi Klum abholen, interessieren sich auch im Netz für die neuesten Stories ihrer Stars und Idole. Die Imaging-Plattform ist also im übertragenen Sinn die Online-Gala für Normalos. Die User wollen über das Social Web am Leben ihrer Stars teilhaben und genau an diesem Punkt kann man anknüpfen. Damit lässt sich eine persönliche und emotionale Beziehung zu den Fans, potentiellen Plattenkäufern und Konzertbesuchern aufbauen.

Was sollte nun genau beachtet werden?

Zunächst einmal erstellt man sich einen Account und benennt diesen nach dem Namen der Band oder nach dem eigenen Künstlernamen. Sind diese Profilnamen schon vergeben, dann tun es auch ein Spitzname, ein Albumtitel oder Liedernamen. Damit der neue Account erst einmal bekannt wird, sollte über die „üblichen Verdächtigen“, wie Facebook und Twitter, darauf aufmerksam gemacht werden. Auch die Einbindung auf der Band-Homepage kann nicht schaden. Als „öffentlich“ markierte Beiträge kann man über den „Share“-Button rechts neben dem Post und den dann unter „Einbetten“ erscheinenden Embed-Code auf der eigenen Webseite einbinden. Der Account sollte regelmäßig mit Futter gefüllt werden. Also sollte man in regelmäßigen Abständen, es muss nicht unbedingt täglich sein, aber einmal pro Woche sollte schon etwas kommen, ein Foto oder ein kurzes Video posten.

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Persönlich und kreativ

Natürlich ist klar, dass nicht jeder Moment des Musikerlebens pures Drama ist und auch nicht hinter jeder Ecke eine faszinierende Story lauert, also sollte man einfach versuchen, sich von der menschlichen Seite zu zeigen und einen Einblick in den Bandalltag zu geben. Fotos vom Songwriting, der aktuellen Probe, Bilder aus dem Tonstudio oder Backstage kurz vor dem Gig. So etwas kommt bei den Fans immer gut an. Wenn man sich als Künstler noch persönlicher geben will, kann man auch mal sich auch mal beim Einkauf oder beim Besuch bei der Family ablichten. Hier muss jeder für sich entscheiden, wie viel er von sich preisgeben will und wo die eigenen Grenzen abgesteckt werden. Wichtig ist vor allem Kreativität. Hier kann sich eine Band Wochen- oder Monatsthemen ausdenken. Zum Beispiel kann jedes Bandmitglied mal seine fünf Lieblingsalben auf den Chip bannen und dann das Foto davon im Netz teilen. Oder der Gitarrist stellt jeden Tag eines seiner vielen Effektpedale genauer vor. Alles, was persönlich ist, kommt an. Und mit langfristigen Themen bindet man seine Fans dann natürlich auch langfristig. Klar sollte aber auch sein, dass die Plattenverkäufe durch den neuen Instagram-Account nun nicht über Nacht in die Höhe schießen werden. Mit dem Profil zahlt man eher erst einmal in die eigene „Blick hinter die Kulissen“-Kasse ein und sammelt Sympathiepunkte bei den Fans durch Nähe, Humor und Kreativität.

Das geht gar nicht!

Wer etwas vom eigenen Bandleben zeigen will, sollte also auf gar keinen Fall irgendwelche eingekauften und langweiligen Stockfotos teilen. Strikt verboten sind zudem „Nacktfotos oder Fotos und Videos mit Erwachseneninhalten“. Also bitte auf keinen Fall pornographische Trophäen-Bilder vom After-Show-Sex mit den Groupies posten. Damit überschreitet man eine klare Grenze und man läuft erstens Gefahr, dass der Post gelöscht wird bzw. dass bei einem Wiederholungstäter gleich der Account gesperrt wird. Dann ist es natürlich vorbei mit der kostenlosen Promo.

Bilder: © Musiker Knowhow

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