Musikmesse Frankfurt 2016 öffnet seine Tore nicht mehr nur für Fachbesucher

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Von morgen an bis zum Sonntag öffnet die Musikmesse Frankfurt 2016, eine der wichtigsten Fach- und Publikumsmessen der Musikbranche, ihre Tore und das nicht mehr nur für die Fachbesucher. Dann präsentieren mehr als 2000 Aussteller aus 60 Ländern bei der Musikmesse und der fast zeitgleich stattfindenden Prolight + Sound viele Highlights rund um Instrumente, Effekte, Studiotechnik, Recording-Software und Veranstaltungsequipment. Die Betreiber führen ein neues Messekonzept ein, bei dem es erstmals auch ein Festivalprogramm mit Konzerten in den Konzerthallen und Clubs der Mainmetropole mit vielen Stars der Szene wie Al Jarreau, Laith Al-Deen, Laibach, Eisbrecher, Gogo Penguin und Radio Havanna geben wird.

Völlig umgekrempeltes Messekonzept

Morgen startet eines der größten Branchentreffs für Musiker, Veranstaltungstechniker und Sound-Ingenieure – die Musikmesse Frankfurt 2016. Neue Öffnungszeiten, eine neue Hallenbelegung, ein Messe-begleitendes Festival und musikstilspezifische Themenwelten sind nur einige der Neuerungen, welche wieder mehr Besucher in die Messehallen locken sollen. Und das ist wohl auch nötig, denn trotz der beiden Hauptmessen, Musikmesse (7.-10. April) sowie der in diesem Jahr etwas zeitversetzt stattfindenden Prolight + Sound (5.-8. April), die eigentlich immer ein Besuchermagnet waren, werden einige renommierte Firmen, vor allem aus dem Bereich der E-Gitarre, nicht auf der diesjährigen Messe vertreten sein. Dazu zählen unter anderem Fender, Gibson, Ibanez, PRS, Marshall, Warwick, Hughes & Kettner und Mesa/Boogie, die ihre Produktneuheiten ab morgen nicht in der Mainmetropole präsentieren werden. Mehr Besucher will man vor allem mit den neuen Öffnungszeiten locken, denn von Donnerstag bis Sonntag ist täglich von 10 bis 19 Uhr für alle Interessierten geöffnet. Die (tageweise) Beschränkung auf Fachbesucher entfällt damit. Mit dieser Entscheidung hoffen die Veranstalter natürlich noch mehr Besucher in die Hallen locken zu können, als die rund 65.000 im vergangenen Jahr. Damit die Businesskunden trotz dieser Öffnung in ruhiger Atmosphäre ihre Geschäfte abwickeln können, wird in der Halle 11.1 eine reine Business-Welt mit exklusivem Zutritt für Fachbesucher eingerichtet. Hier wird es dann auch dem Fachpublikum vorbehaltene Workshops und Seminare geben. Dazu sagte Gerhard A. Meinl, Vorsitzender des Bundesverbandes der Musikinstrumentenhersteller: „Durch die Veränderungen der Messe tut sich eine große Chance auf und wir sind gespannt, wie die Änderungen auch von Ausstellerseite umgesetzt werden. Mit einem eigenen B2B-Areal hat die Messe ihre wirtschaftliche Bedeutung weiter unter Beweis gestellt – es hat gezeigt, dass ein eigener Bereich für den Handel gut funktioniert. Von der Fortführung erwarte ich mir viel. Wir sind optimistisch, dass es auch gelingen wird, mit der Öffnung für Privatbesucher an allen vier Tagen das musikinteressierte Publikum noch besser zu aktivieren.“

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Eine App hilft bei der Orientierung

Damit auf dem weitläufigem Messegelände niemand die Orientierung verliert, hat man die App-Entwickler in die Spur geschickt und den „Musikmesse 2016 Navigator“, den es natürlich sowohl für iOS als auch für Android gibt, entwickeln lassen. Damit bekommt man immer aktuell alle wichtigen Informationen und Links zur Messe sowie Hinweise zur Anreise, Übernachtung und zur Orientierung auf dem weitläufigen Messegelände. Kostenloses WLAN gibt es sowieso auf dem gesamten Messegelände. Die Preise für eine Messe in dieser Größe sind durchaus moderat. So kostet ein Wochenendticket online im Vorverkauf wie auch an der Tageskasse 25 Euro. Gleichzeitig sind die Eintrittskarten zur Messe natürlich auch wieder als Fahrausweise für alle öffentlichen Verkehrsmittel des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) innerhalb des ganzen Tarifgebietes gültig.

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Ein eigenes Musikmesse Festival

Um nicht nur in den dunklen Messehallen zu hocken und auch um ein jüngeres und breiter gefächertes Publikum anzusprechen, das sich nicht die 200. Gitarre und den 300. Studiokopfhörer ansehen will, hat man in diesem Jahr das Musikmesse-Festival ins Leben gerufen. Hier wird es an 30 Locations, die über die gesamte Stadt verteilt sind, rund 50 Konzerte mit vielen Stars der Musikszene geben. Am Freitagabend soll außerdem eine Acoustic-Guitar-Night auf dem Messegelände geben. Nur ein Künstler wird leider nicht mehr dabei sein können: Nachdem Roger Cicero, der eigentlich das Auftaktkonzert spielen sollte, vor kurzem verstorben ist, musste dieses Eröffnungskonzert leider abgesagt werden. Dennoch werden die verschiedensten Künstler, teilweise sogar nur mit dem Messeticket, meist aber gegen Aufpreis für das jeweilige Konzert, in kleinen Clubs wie auch in großen Hallen und Outdoor-Locations zu erleben sein. Und wer sich ein Festivalticket, zum Preis von 15 € an der Abendkasse sichert, erhält wiederum ermäßigten Eintritt für die Musikmesse.

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Themenwelten und Preisverleihungen

Zahlreiche Themenbereiche sollen die Musiker und Tontechniker erstmals gezielt ansprechen. So wird es in Halle 8.0 bei Classic meets Acoustic alles rund um das Thema akustische und elektroakustische Gitarren bzw. Bässe, Noten, Fachliteratur, Medien und Verbände, Zupf- und Streichinstrumente, Schlagwerk, Percussion sowie Zubehör zu erleben geben. In der Galeria stellen sich bei Education meets Fun Musikstiftungen, Musikinitiativen, Musikorganisationen, Weiterbildungen, Medien und Verbände vor. Alles rund um Klavier, Flügel, Keyboard und Co. wird es in der Themenwelt Classic meets Keys in der Hall 9.0 zu sehen und zu testen geben. DJs kommen in der Halle 9.1 bei Electro meets Recording mit Recording, Mikrofonen, Audio/Video, Software und DJ Equipment voll auf ihre Kosten. Blech- und Holzbläser sollten die Halle 10.2 ansteuern, wo es im Bereich Classic meets Jazz alles rund um das Thema Blasinstrumente geben wird und Rocker und Popper sind gleichermaßen gut in der Halle 11.0 bei Rock meets Pop aufgehoben, wo die gesamte Bandbreite an E-Gitarren, Bässen, Verstärkern, Full Range Companies, Percussion sowie Schlagwerk präsentiert wird. Und weil sich auf einer solchen Messe meist fast die gesamte Branche trifft und sowieso alle zusammen sitzen, kann man auch gleich ein paar Awards verleihen. So wird gleich zu Beginn der Messe der PRG LEA Live Entertainment Award für verdiente Macher von Bühnenshows und von Tourneen vergeben. Renommierte Persönlichkeiten der Musikwelt werden traditionell mit dem Frankfurter Musikpreis geehrt, der vom BDMH (Bundesverband der Musikinstrumentenhersteller) und der Messe Frankfurt vergeben wird. Auch der M.I.P.A.-Award (Musikmesse International Press Award) ist Bestandteil der Preisverleihungen. Und weil intensive Nachwuchsförderung nicht nur im Sport, sondern auch in der Musik eine gleichbleibend hohe Qualität und stetige Verbesserungen sichern soll, gibt es hier gleich zwei große Wettbewerbe für junge Musiker: Den SchoolJam, Deutschlands größter Nachwuchswettbewerb für Schul- und Nachwuchsbands, dessen Finale am 09. April ab 16 Uhr starten wird und das Emergenza Eurofinale, das am 10. April ab 12 Uhr folgen wird.

Bilder: © Messe Frankfurt

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