Top Ten der besten Soundtracks aller Zeiten

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Von Star Wars bis Gladiator, von Once bis zu Forest Gump. Bei den Filmsongs aus diesen Streifen drehen wir in der Redaktion ganz laut auf. Aber was macht sie nun aus, die Musik, die es in unsere Top Ten der besten Soundtracks aller Zeiten geschafft haben? Und was macht den perfekten Soundtrack bei einem Film aus? Es ist die Mischung, die stimmen muss. Man nehme ein paar fetzige All-Time-Classics, mische sie mit ein paar entstaubten Klassikern und füge einige brandneu gemischte Tracks, die sofort ins Ohr gehen, hinzu. Welche Movies es in die Auflistung schaffen, bei der wir nicht zwischen Original Scores und Soundtracks im klassischen Sinne unterschieden haben, ist natürlich rein subjektiv und fragt man zehn Leute, so wird man ganz sicher auch zehn verschiedene Meinungen hören, aber wir haben uns nun einmal auf diese Liste hier geeinigt.

Forrest Gump

In den 30 Jahren, in denen Filmheld Forrest Gump durch die amerikanische Geschichte reist, macht er natürlich auch eine Reise durch die Musikgeschichte. In dem Soundtrack zum Film, der gleich zweimal unter verschiedenen Namen („Forrest Gump-the Soundtrack“ und „Forrest Gump Soundtrack“) veröffentlicht wurde, zeigt der amerikanische Komponist Alan Silvestri, der unter anderen auch schon die Filmmusik zu diversen „Zurück in die Zukunft“-Teilen geschrieben hat, sein ganzes Können. Legendär unter anderem die Szene, in welcher der junge Forrest zusammen mit Elvis an seinem Hüftschwung feilt:

Herr der Ringe –Trilogie

Howard Shore schrieb für dieses dreiteilige Mammutprojekt von Regisseur Peter Jackson die Musik. Zuvor hatte er sich mit eher elektronischen und experimentierfreudigen Partituren für Filme wie „Das Schweigen der Lämmer“ oder „The Game“ einen Namen gemacht, ehe es dann für ihn erst einmal zu den Dreharbeiten nach Neuseeland ging, wo sich der Komponist einen genauen Einblick verschaffte und wo er die Atmosphäre, die diese Saga ausstrahlt, aufschnappte. Orientiert hat sich Shore dabei bei seiner Arbeit am von Richard Wagner etablierten Leitmotiv-Prinzip, indem er für die verschiedenen Lokalitäten, Völker, Personen und auch Handlungselemente der Geschichte musikalische Themen entwarf. Die erstrecken sich über alle drei Teile und bilden somit einen musikalischen roten Faden, der alle drei Filme auch in Tönen zusammen hält. Für seine überaus umfangreiche wie erfolgreiche Arbeit, bei der er vor allem auf den Einsatz von Chören setze, bekam er zahlreiche Auszeichnungen, darunter zwei Academy Awards für den Besten Original Score (Die Gefährten und Die Rückkehr des Königs) und einen Oscar für den Besten Original Song („Into the West“ aus Die Rückkehr des Königs).

Dirty Dancing

Wohl kaum ein anderer Tanzfilm konnte durch seine Kombination von Tanz und Musik die Massen so begeistern wie Dirty Dancing. Der Soundtrack dazu verkaufte sich weltweit 41 Millionen Mal. Und für den Titelsong des Films, “(I’ve had) The Time of my Life”, gab es für die Komponisten Franke Previte, John Denicola und Donald Markowitz sogar einen Oscar. Und auch der Hauptdarsteller Patrick Swayze schrieb am musikalischen Erbe des Streifens mit. Der Johnny-Castle-Darsteler verewigte seine musikalischen Gefühle in der Ballade “She’s like the wind”.

Gladiator

Der Monumentalfilm hatte seine große Zeit in den 1950er und 1960er Jahren mit gigantischen Produktionen. Danach war viele Jahre lang Ruhe und das Publikum forderte eher wilde Schießereien und rasante Verfolgungsjagden. Bis Gladiator im Jahr 2000 auftauchte. Die Filmmusik ist ein Mix aus elektronischer Musik und Klassik, die vor allem die tragischen Momente im Film unterlegt. Filmkomponist Hans Zimmer lehnte die Filmmusik dabei unter anderem an Gustav Holst’s Planeten (“Mars”) und Wagner’s Götterdämmerung (in “The Might of Rome”) an. Für Zimmer war es ein sehr erfolgreiches Projekt, das prompt den Einstieg in die deutschen CD-Charts schaffte. Und auch online fand der Film großen Anklang und untermalt nun zahlreiche Online-Games, beispielsweise Eines wie hier.

Star Wars

Mit Star Wars haben die Filmemacher einen Kultepos geschaffen, der auch wegen seiner musikalischen Untermalung so gut bei den Fans ankam. Im wahrsten Sinne eine echte Weltraumoper. Dafür suchte Regisseur George Lucas ganz bewusst nach einem Komponisten, der in der Lage sein sollte, dem Science-Fiction-Szenario etwas Feierliches, etwas Episches zu verleihen. Den passenden Kandidaten fand er dann in John Williams und der tat einfach das, was 1977 schon lange niemand mehr getan hatte – er verfasst symphonische Filmmusik. Und dabei orientierte er sich, wie viele seiner Kollegen auch schon in den hier zuvor vorgestellten Filmen, an der Musik Richard Wagners. Und so ist es nicht verwunderlich, dass dessen Siegfried-Motiv und das “Star Wars”-Thema dasselbe charakteristische Intervall aufweisen, eine jugendlich-heldenhaft steigende Quinte. Auch dieser Film hat zahlreiche Entwickler zu diversen Online-Games angeregt.

Romeo und Julia

Den Soundtrack zu Baz Luhrmanns Film Romeo und Julia gibt es eigentlich gleich zwei Mal. Einmal mit den ganzen Songs aus dem Film mit den Hits von Garbage, Ecerclear, The Cardigans und Radiohead und ein zweites Mal nur mit der reinen Filmmusik. Natürlich verkaufte sich der erste Teil auf Grund der vielen Stars und tollen Songs besser. Der Soundtrack zum Film gleicht einem Mix aus 90er Pop und massig orchestraler Musik. Zusammengestellt wurde das Ganze von dem Produzenten-Trio Nellee Hooper, Craig Armstrong und Marius de Vries. Geschaffen haben sie eine abwechslungsreiche und dennoch stimmige Mischung aus Popkultur und Klassik. Und Gänsehaut pur beim Song von Radiohead:

Fluch der Karibik

Eigentlich sollte Alan Silvestri die Filmmusik zum Freibeuterspektakel um Johnny Depp als skurriler Captain Jack Sparrow schreiben. Aber letztendlich wurden dann doch Hans Zimmer (“Gladiator”, “König der Löwen”), Klaus Badelt (“Poseidon”) und weitere Komponisten des Media Ventures-Teams verpflichtet. Herausgekommen ist sehr pompös inszenierte Klassik mit einer ganzen Reihe an eingängigen Melodien, bei denen natürlich das bekannte Hauptthema hervorsticht. Das schaffte es innerhalb kürzester Zeit zu einem popkulturellen Phänomen zu werden. Im ganzen Land wird damit vor großen Sportevents die Stimmung angeheizt und die Remix-Version (u.a. von Szenegröße DJ Tiesto) schaffte sie es sogar in die Clubs.

Once

Ein Film, der selbst schon pure Musik ist. Das Drama um zwei Musiker, die gerne zueinander finden wollen, es aber am Ende doch nicht schaffen. Glen Hansard, langjähriger Sänger der irischen Indierockband The Frames und zuletzt eigentlich nur noch alleine unterwegs, veröffentlichte 2006 mit tatkräftiger Unterstützung der tschechischen Pianistin Marketa Irglova sein erstes Soloalbum “The swell season”. Ursprünglich sollte Hansard für diesen Film nur die Musik schreiben, aber nachdem der eigentlich eingeplante Hauptdarsteller kurzfristig absprang, wurde aus dem Musiker Hansard auch gleich noch ein Schauspieler und so stellte er sich zusammen mit Irglova vor die Kamera. Herausgekommen ist dabei eine cineastische Singer-Songwriter-Reise, die im reinsten Instrumentenkleid erstrahlt und vor allem von den gefühlvollen Interpretationen der Songs von Hansard und Irglova lebt. Die Musik der Beiden war so gut, dass es dafür 2008 für den Song „Falling Slowly“ einen Oscar in der Kategorie Bester Song gab.

Top Gun

Fliegeruniformen, schnelle Jets und treibende 80er-Musik – das ist der Stoff aus dem der Kultfilm Top Gun von Regisseur Tony Scott gemacht ist. Die Musik dazu stammt unter anderem von Giorgio Moroder und Harold Faltermeyer und war Mitte der 1980er Jahre so gut, dass der Soundtrack in den USA mehrfach Platinstatus erreichte. 1987 gab es dann für den Titel “Take My Breath Away” von der amerikanischen Band Berlin sogar einen Oscar für den besten Originalsong. Feinster 80er-Sound:

Blues Brothers

Dieser Kultfilm aus dem Jahr 1980 ist einfach purer Swing, Soul und Funk. Die Songs von James Brown, Ray Charles, Aretha Franklin und Cab Calloway gehen sofort ins Blut und werden von den beiden Hauptdarstellern John Belushi und Dan Aykroyd so mitreißend rübergebracht, dass es auch heute noch fast automatisch das Dach eines jeden Clubs abhebt. Dieser Film ist einfach pure Musik, auch wenn der Filmtitel den unbedarften Musikfan doch etwas in die Irre führt, denn reiner Blues ist das auf keinen Fall, was Cab Calloway am Mikrofon und seine Band da abliefern. Auch die Gastauftritte von James Brown und Aretha Franklin sind zwei echte Highlights und haben dafür gesorgt, dass es dieser Film ebenfalls in unsere Bestenliste schafft.

Bilder: © AliceKeyStudio, Pixabay

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