Warum macht uns Musik so glücklich?

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Jeder von euch kennt das: Schon morgens regnet es in Strömen, ihr verschüttet aus Versehen den Kaffee und die Bahn fährt euch vor der Nase weg. Doch wenn ihr dann im Zug eure Lieblingsmusik auf den Kopfhörern habt, dann ist all der Ärger schnell vergessen und ihr habt im Handumdrehen wieder gute Laune. Aber warum macht und Musik so glücklich? Wir erklären euch, woher die gute Laune durch eure Lieblingslieder kommt und was die Lieblingslieder sonst noch so bewirken können.

Musik macht Menschen auch an den übelsten Tagen wieder froh und gibt ihnen Halt in schwierigen Situationen. Die Lieblingsmusik berührt die Menschen und sorgt für Glücksgefühle, die bei der Bewältigung des Alltags helfen. Albert Schweitzer meinte dazu: „Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen.“ Das mit den Katzen blenden wir einmal aus, denn schließlich sind wir ein Musik-Blog, aber warum macht uns Musik so glücklich?

Schuld ist das Dopamin

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Wie eine Studie der kanadischen Neurologin Valorie Salimpoor und ihrem Team ergeben hat, wird beim Musikhören derselbe Botenstoff ausgeschüttet, der auch bei gutem Essen oder auch beim Sex für Glücksgefühle sorgt: Dopamin. Je mehr man die gehörte Musik mag, desto mehr vom Dopamin wird ausgeschüttet. Es reicht sogar schon, wenn man weiß, dass jetzt gleich eine schöne Melodiefolge kommt, um den Botenstoff auszuschütten. Also alleine die Vorfreude auf die Lieblingsmusik führt zur Ausschüttung des Glückshormons, wie das Forscherteam in einem Artikel in der Fachzeitschrift „Nature Neuroscience“ bestätigte. Dasselbe Glückshormon wird natürlich auch beim Gewinn in einem mit Musik unterlegtem Online-Game wie Alles Spitze bei Jokerscap.net freigesetzt. Musik steigert auch dort, wie beim Sport, die Leistung.

Schneller laufen mit Musik

Viele Fitness-Sportler fühlen sich heutzutage ohne den richtigen Sound auf den Ohren nicht mehr wohl auf ihrer Lieblingsjoggingstrecke, also haben die Meisten beim Laufen immer ihre Lieblingsmusik auf den Kopfhörern. Wie ein Team von Sportwissenschaftlern um Marcelo Bigliassi von der Brunel University in London laut dem „Journal of Strength and Conditioning Research“ herausfand, aktiviert Musik den Körper neu und beschert dem Sportler demnach einen messbaren Zuwachs an Leistungsfähigkeit. Musik als erlaubtes Doping. Bemerkenswert ist allerdings auch, dass die Musik nur am Anfang des 5-Kilometer-Laufs bei den Probanden für Glücksgefühle sorgte. Gewinnen dann mit zunehmender Laufdauer die Erschöpfungserscheinungen und erste Schmerzen die Oberhand, so überlagerten diese den positiven Einfluss der Musik.

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Musik widersteht sogar der Alzheimer-Krankheit

Auch viele Menschen, die an Alzheimer erkrankt sind, erinnern sich dennoch an ihre Lieblingsstücke und empfinden dadurch noch einmal ein kleines Glück. Der Neurologe Carsten Finke von der Charité Berlin und der Berlin School of Mind and Brain sagte dazu laut spektrum.de: „Die Beobachtung, dass sich Menschen, deren Gedächtnis durch Schädigungen des Gehirns stark beeinträchtigt ist, an Musikstücke erinnern und sie spielen oder singen können, ist jedoch nicht selten.“ So hatten kanadische Wissenschaftler bei einer 84-jährigen Alzheimerpatientin bemerkt, dass sie, obwohl sie schwere Defizite in Erinnerung, Sprache und Denkleistung aufwies, über ein intaktes Musikgedächtnis verfügte. Die alte Dame konnte Lieder, die ihr von früher vertraut waren, von unbekannten Songs unterscheiden und mitsingen. Musik ist also viel mehr als nur eine beliebige Tonfolge, die aus Boxen und Kopfhörern in unsere Ohren dringt. Welche Musik macht euch wieder glücklich und motiviert euch?

Bilder: © Nickolai Kashirin, Barry Lenard, Flickr

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