Akkorde auf dem Klavier – Dreiklänge

Akkorde auf dem Klavier

Akkorde bzw. Dreiklänge sind – nicht nur auf dem Klavier – essentiell für die Musik. Ob es um das Erlernen von Begleit-Techniken geht oder um das Verstehen vorgegebener Musik zum schnelleren Einüben, kein Weg führt an den Akkorden vorbei. Doch wie genau bildet man sie? Und wie klingen sie am besten auf dem Klavier? Diese und ähnliche Fragen sollen mit dem Artikel geklärt werden.

Fangen wir dabei mit einfachen Dreiklängen auf praktischem Wege an und steigern uns über gut klingende Variationen bis hin zu kleinen Erweiterungen. Setze Dich am besten gleich an das Klavier, denn dieser Kurs ist vorerst ohne Noten.

1. Dreiklänge

Es gibt vier Grundarten an Dreiklängen: Dur, Moll, Vermindert und Übermäßig. Mit einem einfachen Trick kannst Du gleich in jeder Tonart alle Typen spielen. Merken musst Du Dir dazu nur eine kleine Zahlenkombination:

  • Dur: 3-2
  • Moll: 2-3
  • Vermindert: 2-2
  • Übermäßig: 3-3

Wollen wir jetzt zum Beispiel einen C-Dur-Dreiklang spielen, suchst Du Dir zuerst den Ton C. Dann lässt Du genau 3 Tasten (schwarze und weiße Tasten zählen) aus und spielst den nächsten Ton. Wenn Du richtig gerechnet hast, müsstest Du jetzt den Ton E spielen. Jetzt werden wieder 2 Tasten ausgelassen und der nächste Ton gespielt. Es ist der Ton G. Die Töne C-E-G ergeben also einen C-Dur-Dreiklang.

C-Dur

C-Dur

Mit diesen Zahlenkombinationen kannst Du natürlich auch jeden Moll-, verminderten- oder übermäßigen Dreiklang bilden. Versuche es einfach mal vom Ton C. Moll wäre dann C-Eb-G, Vermindert ist C-Eb-Gb und Übermäßig C-E-G#. Selbstverständlich funktioniert dasauch von jedem anderen Ton.

C-Moll

C-Moll

C-Vermindert

C-Vermindert

C-Übermäßig

C-Übermäßig

Für diejenigen unter uns, die schon mit Intervallen umgehen können erklären sich die Zahlenkombinationen von selbst: Dur besteht aus einer großen und einer kleinen Terz, Moll aus einer kleinen und einer großen Terz. Vermindert besteht aus zwei kleinen und Übermäßig aus zwei großen Terzen.

Gern kannst Du in den Kommentaren noch über weitere Möglichkeiten der Dreiklangsbildung diskutieren. In der nächsten Folge werden wir uns dann mit den Umkehrungen der Dreiklänge auseinandersetzen.VG Wort

Akkorde auf dem Klavier (Serie)

  1. Dreiklänge
  2. Umkehrungen
  3. Septakkorde

Autor: Mirko Schubert

Mirko ist Gründer, Chefredakteur und kreativer Kopf von Musiker Knowhow. Als Diplom-Musikpädagoge (FH), Komponist und Journalist liebt er es, musikalisches Wissen an andere weiter zu geben. Er unterrichtete bereits über 10 Jahre an verschiedenen Musikschulen die Fächer Klavier, Keyboard, Gesang und Songwriting.

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7 Kommentare

  1. Pingback: womit Begleitung spielen lernen? - Musiker-Board

  2. Ich begreif nicht, warum bei C Dur 3-2, wenn sowohl weisse als auch schwarze Tasten zählen?
    Wir lassen doch immer 3 Tasten aus, einmal von C zu E, und wieder 3 von E zu G (also wir lassen doch F und Fis aus)?

    • Hallo Fritz,
      sorry für die späte Antwort – sicher bist Du schon selbst auf Deinen Irrtum gekommen. ;)
      Auslassen heißt ja, dass Du die eigentlichen Töne nicht mitzählst. Zwischen C und E liegen mit C#, D und D# also drei Tasten, zwischen E und G mit F und F# nur zwei. Das kannst Du auch dem Schaubild oben entnehmen. Demnach ist die 3-2-Regel für Dur korrekt und Du hast Dich nur verzählt.

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