Label finden – 2. Das passende Label

In der letzten Folge haben wir uns mit dem Material beschäftigt, das Du benötigst um Dich bei einem oder mehreren Labels zu bewerben. Nun sind Demo-CD, Exposé und Fotos zusammengestellt und wir begeben uns auf die Suche nach einem passenden Label. Das Internet hilft uns dabei, Informationen und Kontakte zu sammeln.

Im Internet findest Du zahlreiche Communities, die sich mit Plattenfirmen beschäftigen oder selbst einige Labels präsentieren. Zudem hat jedes Label eine eigene Website, die zur Kontaktaufnahme oder zumindest zum recherchieren der Adressen geeignet sind. Außerdem bietet das Internet einige Alternativen, wenn es um die Möglichkeit geht, Musik zu veröffentlichen. Diese werden wir später noch eingehend besprechen.

Communities

Allen voran findest Du mit MySpace eine gute Plattform, um Kontakte zu knüpfen und Dich selbst zu präsentieren. Und da MySpace inzwischen schon zum “guten Ton” gehört findest Du auch fast jedes Label auf dieser Seite. Da die Musikseiten von MySpace immer zu drei Musikstilen zugeordnet werden, kannst Du Deine Suche nach Labels die zu Deiner Stilistik passen schon deutlich eingrenzen.

Es gibt natürlich auch noch weitere Social Networks, die sich mit dem Thema Musik beschäftigen. Einige soll hier noch genannt werden:

  • Mog.com – Musikalische Blogs und Musiker-Verzeichnis (Englisch)
  • Last.fm – Internetradio und MusikerVerzeichnis
  • iLike.com – Musiker-Verzeichnis mit interessantem Bewertungssystem (Englisch)
  • SellaBand.com – Musiker-Verzeichnis mit Verkaufsmöglichkeiten (Englisch)

Label-Websites

Da es Labels zu tausenden gibt, kann ich hier natürlich nicht alle aufzählen. Die größten, sogenannten “Major-Labels”, sind die Universal Music Group, Warner Music Group, Sony Music und EMI Music. Hinzu kommen von den Majors unabhängige “Independent Labels” wie zum Beispiel die Edel AG, Four Music, Motor Music oder Tapete Records. Eine große Liste der Intependent-Labels findest Du bei Wikipedia.

Du hast bessere Chancen, wenn Du Dich bei Independent-Labels bewirbst. Außerdem geht man als Musiker bei den Majors schnell in der Masse unter. Suche Dir auf jeden Fall eine Plattenfirma aus zu der Du stilistisch passt. Kein Jazz-Label hört sich freiwillig Rock-CD’s an.

In der nächsten Folge besprechen wir, wie Du mit den Labels in Kontakt trittst, was Du unbedingt tun und was Du vermeiden solltest. Weitere Anregungen und Tipps können wie immer in den Kommentaren diskutiert werden.
VG Wort

Autor: Mirko Schubert

Mirko ist der einstige Gründer von Musiker Knowhow. Als Diplom-Musikpädagoge (FH), Komponist und Journalist liebt er es, musikalisches Wissen an andere weiter zu geben. Er unterrichtete bereits über 10 Jahre an verschiedenen Musikschulen die Fächer Klavier, Keyboard, Gesang und Songwriting.

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4 Kommentare

  1. Hallo

    Hab an euch Fragen und hoffe ihr könntet sie mir bitte beantworten.
    Ich hab mein Songtext fertig.
    Nur der Text ist fertig, aber ich habe dazu keine Melodie.
    Eine Band habe ich auch nicht.
    Ich möchte gerne meine Texte bei die Labels abgeben.
    Aber sie verlangen auch nach Democd.
    Was soll ich machen?

    Bitte helft mir.
    Wird mich freuen wenn ihr mir hilft.
    Danke.

    Mit freundlichen Gruß
    Dominique Detlef

    • Hallo Dominique,
      Vielleicht einfach ein wenig anders denken: Stelle Dich bei den Labels am besten mal nicht als “Musiker” vor, sondern biete Deine Mitarbeit als “Textdichter” direkt an. Soll heißen, wenn eine Produktion ansteht – und Du das Interesse bei einem Label geweckt hast – kommen sie auf Dich zu, um einen Text für den Musiker maß zu schneidern. Aber denke nicht, dass das leicht wird. Du solltest mit Deinen Texten vor allen Dingen den Nerv der Masse treffen, denn selbst kleine Indie-Labels werden darauf achten, dass sich Musik und Text gut verkaufen.
      Eine gute Übung sollte eher sein, dass Du Dich bei verschiedenen Bands als Textdichter “bewirbst”. Dadurch kommst Du nicht so schnell aus der Übung. Sollte die Band oder der Musiker sogar einen guten Bekanntheitsgrad haben, hast Du vielleicht sogar die Chance, weitergereicht zu werden (wenn Du gut bist) und so auf Umwegen viel besser bei den Labels anzukommen ;)

  2. Hallo zusammen,
    ich produziere jetzt seit einigen Jahren elektronische Tanzmusik und habe das Interesse mehrerer Labels geweckt.
    Eine Sache ist für mich jedoch noch immer rätselhaft: Die meisten Künstler aus diesem Genre haben Verträge bei mehreren Labels. Ich dachte eigentlich immer, dass man bei einem Label fest unter Vertrag steht.
    Also ganz banal gefragt: “Wieso ist das so?”

    Auf eine (schnelle) Antwort würde ich mich freuen. ;-)

    Mit freundlichen Grüßen,
    Niklas

    • Hallo Niklas,
      das kann man nicht so pauschal beantworten. Vor allen Dingen richtet sich das nach der Art des Vertrags, den der Künstler und/oder Urheber mit den Verlagen abschließt. Bei einem Künstlerexklusivvertrag bindet sich der Künstler an ein einziges Label und wird unter Umständen auch zukünftig seine Musik über dieses Label verlegen lassen. Der Künstler kann aber genauso auch für verschiedene Veröffentlichungen verschiedene Labels aufsuchen. Oder er hat einen Verlag nur für administrative Aufgaben. Zudem gibt es auch Subverlagsverträge, die die Wahrnehmung der Nutzungsrechte in verschiedenen Märkten und Ländern an verschiedene Verlage verteilt. Da in der elektronischen Musik eher einer produzierenden Tätigkeit ähnelt, kann es des weiteren auch sein, dass der Verlag einen oder mehrere Titel selbst produziert und das Einspielen verschiedener musikalischen Elemente lediglich über eine so genannte Künstlerquittung abwickelt. Oder er erhält direkt einen Produzentenvertrag, der im Regelfall nicht exklusiv ist, damit der Künstler auch bei anderen Labels produzieren darf.

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