Werben im Internet – 1. Die eigene Website

Es gibt natürlich viele Wege um als Musiker oder Künstler im allgemeinen für seine Projekte zu werben. Ob zum akquirieren neuer Fans, Veranstalter oder anderen Institutionen des Musikbusiness – es ist gerade am Anfang unerlässlich, wirkungsvoll und gezielt Informationen über sich, sein Projekt und seine Konditionen bereitzustellen. Natürlich bleibt es unerlässlich, Wege wie die Außenwerbung (Plakatierung etc.), das direkte Ansprechen von Veranstaltern vor Ort oder per Telefon und die geliebte Mundpropaganda zu nutzen. Aber ein großes Potenzial bietet auch das Internet. Ob die eigene Website, zahlreiche Social Networks, Foren, Chats – hier soll besprochen werden, wie und wo der Musiker gezielt sein Glück findet. In Serie werden hier verschiedene Möglichkeiten besprochen, heute:

Folge 1 – Die eigene Website

Die eigene Website ist meiner Meinung nach immernoch eine der wichtigsten Werbeplattformen im Internet. Hier kann man sich als Musiker nach Herzenslust auslassen, hat in den meisten Fällen freie Gestaltungsmöglichkeiten, kann nach eigenen Wünschen Inhalte bereitstellen. Allerdings – sofern man nicht selbst hinreichende Programmierkenntnisse besitzt – auch einer der aufwendigsten Wege. Kein Veranstalter bekommt einen guten Eindruck bei Domains wie “www.meinhost.de/nutzer/unternutzer/index.html” oder ähnliches, auch Fans würden es eher vorziehen, den Musiker schnell und sicher unter “www.meinkünstlername.de” zu finden. Eigener Webspace mit eigener Domain sind also unerlässlich.

In erster Linie spricht die eigene Website die Fans (oder die die es werden wollen) sowie den Veranstalter (Agentur, Booker, Verlag etc.) an, also sollten wir auch solche Inhalte präsentieren. Nicht zu vergessen, diejenigen die mehr oder minder durch Zufall auf die Website stoßen – sie wollen eingeladen werden zum verweilen, vielleicht besuchen auch sie bald ein Konzert. Also unterteilen sich hier die Inhalte in informativen und unterhaltenden Content. Für Veranstalter ist es wichtig, dass sie einen Eindruck bekommen, welche Fähigkeiten der Musiker hat, welche Referenzen er schon besitzt, wie er sich anhört und vor allen Dingen – ob er unterhalten kann und damit seinen Umsatz fördert. Veranstalter wollen nicht lange auf der Website verweilen, sie haben ja schließlich noch 100 andere zu besuchen.

Der Fan hingegen will unterhalten werden, er ist bereit eine Menge Zeit auf der Website zu lassen, muss aber ständig bei Laune gehalten werden. Wichtig sind für ihn Neuigkeiten rund um seine Lieblingsmusik, sich Bilder vom Musiker und seinen Konzerten ansehen, eventuell den einen oder anderen Bonustrack zu ergattern, frühzeitig zu erfahren, wann die nächste CD erscheint und das nächste Konzert läuft. Er will Feedbacks hinterlassen, sich mit anderen Fans unterhalten, am Leben und (Mit-)Leiden der anderen teilhaben. Wenn man es gut anstellt, dankt er dem Musiker dafür indem er ihn den wichtigsten Werbekanal – die Mundpropaganda – öffnet und ihn den einen oder anderen neuen Fan beschert.
VG Wort

Nächste Folge: Social Networks

Foto: aboutpixel.de / @ N!te © Arnim Schindler

Autor: Mirko Schubert

Mirko ist der einstige Gründer von Musiker Knowhow. Als Diplom-Musikpädagoge (FH), Komponist und Journalist liebt er es, musikalisches Wissen an andere weiter zu geben. Er unterrichtete bereits über 10 Jahre an verschiedenen Musikschulen die Fächer Klavier, Keyboard, Gesang und Songwriting.

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